Donnerstag, 13. Dezember 2012

Verleger hilft Münchnern in Not

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Hubert Burda bei der Scheckübergabe mit Christian Ude und Harald Strötgen

Im Alter alleinstehend und ohne soziales Netzwerk sein - was das bedeutet, mag sich kaum einer vorstellen. Und doch müssen viele der älteren Münchner Bürger derzeit genau dies erleben: sie sind auf die Hilfe anderer angewiesen, haben aber niemanden, der sie auffängt. „Unsere Gesellschaft wird älter und es gibt zahlreiche Menschen, die im Alter alleine sind und sich schwer tun mit dem Leben. Es ist wichtig, diesen Menschen zu helfen, ihnen zur Hand zu gehen und ihnen das Leben in München ein Stück lebenswerter zu machen", appelliert Verleger Hubert Burda. Um einen persönlichen Beitrag zu leisten, hat der Verleger 80.000 Euro an die Stiftung „Wir helfen München" gespendet und macht damit den Start eines Programms möglich, mit dem alleinstehende Bürger lebenspraktische Hilfe erhalten. Den Spendenscheck nahmen Oberbürgermeister Christian Ude, Schirmherr der Stiftung, und Harald Strötgen, Chef der Stadtsparkasse München und zugleich Stiftungsvorstand, am Donnerstag in einer kleinen Feierstunde entgegen.

Hubert Burda erklärte, es sei ihm wichtig, der Stadt München, in der es ihm und seiner Familie so gut geht, als „Zugereister" etwas zurückzugeben. Mit dem sozialen Engagement wolle er außerdem anderen ein Beispiel dafür geben, Ähnliches zu tun. „Und wenn das Geld richtig ankommt, dann war das heute ein schöner Tag!"

Die Stiftung „Wir helfen München" ist aus einem Zusammenschluss Münchner Unternehmen entstanden. Ihr Ziel: Münchnerinnen und Münchnern in Not unter die Arme zu greifen. Im Rahmen dieses Engagements soll nun auch das neue Projekt angeschoben werden. Christian Ude: „Dieses Projekt ist besonders notwendig, denn Altersarmut, Alterseinsamkeit und Altershilflosigkeit stellen ein immer dramatischer werdendes Problem dar." Akuter Bedarf ergibt sich häufig durch den Tod eines Ehepartners oder im Falle einer plötzlich auftretenden gesundheitlichen Beeinträchtigung - vor allem in der Anonymität einer Großstadt. Das Konzept zur Alltagshilfe für alleinstehende, ältere Personen ohne Angehörige: Ehrenamtliche Helfer unterstützen dabei, wieder neue Kontakte zu schließen, indem sie den älteren Menschen Zugang zu sozialen Netzwerken in ihrer Umgebung vermitteln. Sie helfen bei Behördengängen und Bankgeschäften und wenn nötig auch dabei, eine ambulante Pflege oder auch den Umzug in ein Seniorenwohnheim zu organisieren.

„Ohne die Unterstützung von Hubert Burda wäre das Projekt nicht möglich gewesen", dankte Harald Strötgen bei der Scheckübergabe. Die Finanzierung des Projektes ist nun für die nächsten zwei Jahre gesichert.