Dienstag, 27. November 2012

Für europäischen Geist gewürdigt

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Hubert Burda mit Eucor-Präsident Alain Beretz sowie Gottfried Langenstein von ARTE


Als „Symbol für den europäischen Geist" hat Eucor, die Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten, Hubert Burda am Montag in Straßburg gewürdigt. Das grenzüberschreitende Netzwerk verleiht dem Verleger die Eucor-Medaille für dessen Verdienste um die Völkerverständigung und die deutsch-französische Freundschaft.

Der Oberrheingraben sei schon immer „das Tal der Bilder" gewesen, sagte Burda in seiner Dankesrede. Hier seien - von den Papierfabriken in Basel und der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg bis hin zur Braun'schen Röhre und dem Empfang der ersten Email - bedeutende Kapitel der Medien-, Kultur- und Technologiegeschichte geschrieben worden. Heute sei die Region eine Hochburg der IT-Wirtschaft.

Die Rolle der Universitäten sei es, die Menschen für die digitale Welt auszubilden. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Welt verändere sei immens. „Wir haben keine Zeit zu verlieren", betonte Burda, „wenn wir im Vergleich zu den Amerikanern nicht noch weiter zurückfallen wollen".
Unter den Gästen bei der Verleihung am Montag waren Véronique Cayla und Gottfried Langenstein von ARTE, Alain Beretz, Eucor-Präsident und Präsident der Universität Straßburg, Catherine Trautmann, Vize-Präsidentin der Stadtgemeinschaft Straßburg (CUS), Hubertus Legge vom Deutschen Konsulat Straßburg, Hans Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg, Christine Gangloff-Ziegler, Präsidentin der Université de Haute Alsace, Eberhard Umbach, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie sowie Gerhard Thomas von Burda.


Dienstag, 20. November 2012

„Prominenter Fährmann"

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Hubert Burda wurde mit dem "Officier"-Orden ausgezeichnet


Besondere Ehre für Hubert Burda: Der Verleger ist in der französischen Botschaft in Berlin mit den Insignien eines Offiziers der Ehrenlegion ausgezeichnet worden. Der „Officier dans l'ordre de la Légion d'Honneur" ist der höchste Orden, den die französischen Republik an einen Nicht-Staatsmann vergibt.

Die Ehrenlegion wurde 1802 von Napoleon Bonaparte gestiftet, um Soldaten und Zivilisten auszuzeichnen, die Außergewöhnliches geleistet hatten. Die Insignien wurden von Anfang an nicht nur an französische Staatsangehörige verliehen, sondern auch an Persönlichkeiten, die Großes im Dienste der französischen Werte geleistet haben. „Sie, verehrter Herr Burda, sind eine solche Persönlichkeit", erklärte Botschafter Maurice Gourdault-Montagne bei seiner Ansprache zur Ordensübergabe in Berlin. Er würdigte darin Burdas „entschlossenes und großzügiges Wirken im Dienste des Dialogs und der Meinungsbildung." Hubert Burda sei damit Vorbild.

„Keine demokratische Gesellschaft kann auf Dauer bestehen, wenn alle Bürger nicht zumindest zum Teil an denselben Kulturformen teilhaben, oder wenn es keinen gemeinsamen Raum der Öffentlichkeit gibt. Die Presse und die anderen Medien spielen hier eine unentbehrliche Rolle", so der Botschafter. Burda sei seit vierzig Jahren wohl der wichtigste Vermittler von Kultur und Information in Deutschland. Gourdault-Montagne hob insbesondere die Beteiligung an Sozialnetzwerken wie XING hervor: „Seit vierzig Jahren geht es Ihnen darum, die Menschen einander näher zu bringen. Auch in dieser Hinsicht sind Sie ein Erbe unserer gemeinsamen deutsch-französischen Tradition des Kämpfens für die Grundfreiheiten im 18. und im 19. Jahrhundert: Presse- und Meinungsfreiheit ist Ihnen das höchste Gut."

Als Zeitschriftenverleger sei Burda ferner ein wichtiger Akteur der deutsch-französischen Partnerschaft: So erscheine ELLE, eine der Galionsfiguren der französischen Presse, in Deutschland bei Hubert Burda Media. Umgekehrt seien die Burda-Verlagshäuser Dipa Burda und Editions Hubert Burda an mehreren französischen Zeitschriften beteiligt. „Dadurch haben Sie Teil an dem dichten deutsch-französischen Industrienetzwerk."

Gourdault-Montagne hob daneben die emotionale Bindung zur Rheinregion hervor, die Burda, im Grenzbereich aufgewachsen, bis heute behalten habe - die Druckereien in Offenburg und in Vieux-Thann, im Schwarzwald und im Elsass also, seien dafür bezeichnend. „Ihre Zuneigung zum Rhein erinnert an eine eigentümliche Wendung der französischen Sprache, die Ihr Wirken ziemlich gut beschreibt. Wie Sie wissen, gibt es im Französischen nur ein Wort für ,Vermittler' und ,Fährmann', ,passeur'. Ob in der Kultur oder in der Wirtschaft: Herr Burda, Sie sind ein ganz prominenter Fährmann, der seit nun vierzig Jahren den Rhein ständig überquert und überqueren lässt. Dialog und Vielfalt sind so kennzeichnend für Ihr Leben, dass eine Aufzählung Ihrer Verdienste bei Weitem den Rahmen dieser Zeremonie sprengen würde. Ich denke, es genügt zu sagen, dass Sie sich im Laufe Ihrer Karriere immerzu als ein Vermittler verstanden haben, der seinen Aufgaben stets unnachgiebig nachging, auch bei Rückschlägen."


Montag, 09. März 2009

Jakob Fugger zu Ehren

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Fugger-Fest: Alexander Graf Fugger-Babenhausen, Verlegerin Alexandra Holland, Hubert Burda und Maria Elisabeth Gräfin Thun-Fugger

„Vor 550 Jahren hat ein Mann Weltgeschichte geschrieben und die globale Wirtschaftspolitik mehr verändert als irgendjemand vor ihm", begann Hubert Burda am Freitag die Festrede auf Jakob Fugger.

Zum Auftakt der großen Jubiläumsfestivitäten um den runden Geburtstag des berühmten Augsburgers hatten die Stadt und die Nachkommen in den Goldenen Saal des Rathauses eingeladen. Und passend zur Blütezeit der Stadt traf altehrwürdiger Adel auf Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Medien, um dem Kaufherren, Mäzen und Stifter zu gedenken.


Donnerstag, 12. Februar 2009

Überraschende Ähnlichkeiten

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Diskussion über "Mediale Wunderkammern": Hubert Burda mit Studenten der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe


Was haben Jan van Eyck und Andy Warhol oder Jakob Fugger und Google-Gründer Sergey Brin gemeinsam? Darüber diskutierte Hubert Burda als Kunsthistoriker und Medienunternehmer in persona am Mittwoch mit rund 30 Studenten der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.


Montag, 09. Februar 2009

Zwischen Pop und Pantheon

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Spagat zwischen Geschäftsmann und Künstlergeist: Mit Blick auf die Gegenwart zeichnet Braxmaiers Buch Burdas junge Erwachsenenjahre nach


„Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst" beginnt Autor Rainer Braxmaier den Klappentext von „Zwischen Pop und Pantheon - Hubert Burda, die frühen Lehrjahre". Das jetzt veröffentlichte Buch zeichnet die frühen Erwachsenenjahre Burdas nach. Es handelt von Abschied und Aufbruch zum Studium der Kunstgeschichte in München, von Lehr- und Wanderjahren genauso wie von den ersten Erfolgen als Verlagsmann. Braxmaier will dabei „nicht einfach Vergangenes referieren, sondern die Vergangenheit erkennbar aus der Sicht der Gegenwart beleuchten" und den Quellen von Burdas beruflicher Karriere nachspüren.


Montag, 02. Februar 2009

Mediale Wunderkammern

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Die Fassade einer Kirche wird zum Äquivalent für den Showroom eines Global Players. Fresken der Renaissance finden ihre Entsprechung in heutigen Großbildleinwänden. Und zwischen Jan van Eyck und Andy Warhol, Jakob Fugger und Google-Gründer Sergey Brin tun sich erstaunliche Ähnlichkeiten auf. Diese und viel mehr unerwartete und doch präzise beobachtete und analysierte Verbindungen stellt Hubert Burda in der jetzt erschienenen Schriftensammlung „Mediale Wunderkammern" her.


Donnerstag, 04. Dezember 2008

„Die Erben" ausgezeichnet

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Die Ernst-Schneider-Preisträger 2008

Für die NDR-Dokumentation "Hubert Burda - Zwischen Rebellion und Pflicht" haben die Autoren Kathrin Pitterling und Jörg Komorowski am Mittwoch in der Handelskammer Hamburg den Ernst-Schneider-Preis 2008 erhalten. Der Film aus der ARD-Reihe "Die Erben" war Favorit in der Kategorie "Wirtschaft in der Unterhaltung".


Mittwoch, 13. August 2008

Letzter seiner Art

"Hubert Burda - vom Manager Magazin jüngst in die Hall of Fame der deutschen Wirtschaft aufgenommen - ist ein Verleger, wie man ihn in Deutschland kaum noch findet: gebildet, weltgewandt, ein Kind der Kultur und Moderne", urteilt Manager Magazin-Redakteur Klaus Boldt in einem Porträt über den Verleger.

Lesen Sie hier den den ganzen Artikel vom 12. August 2008.


Donnerstag, 26. April 2007

Jakob-Fugger-Medaille für Dr. Hubert Burda

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Edmund Stoiber, Hubert Burda und Aydin Dogan bei der Verleihung der Jakob-Fugger-Medaille in München

Er stehe für „überragende publizistische Erfolge“, so Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber bei der Verleihung der Jakob-Fugger-Medaille an Dr. Hubert Burda. „Er ist ein Mann voll Unternehmergeist, visionärer Tatkraft und einem einzigartigen Gespür für Zukunftstrends“, betonte Stoiber am Donnerstag im Kaisersaal der Münchner Residenz. Der Einstieg in das Medienzeitalter in Europa sei „untrennbar“ mit dem Namen Hubert Burda verbunden.

Mit großem unternehmerischem Gespür habe der Verleger aus dem elterlichen Familienbetrieb einen der größten Medienkonzerne in Deutschland und Europa mit über 7.000 Mitarbeitern und mehr als 250 Magazinen und Zeitungen in 19 Ländern gemacht, so der CSU-Vorsitzende.


Montag, 02. Oktober 2006

Matinee in Gedenken an Dr. Franz Burda

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Dr. Hubert Burda erinnerte in seiner Rede an die große Schaffenskraft seines Vaters

In Gedenken an eine der größten und bedeutendsten Unternehmerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegsgeschichte fand am Sonntag in Anwesenheit von über 200 geladenen Gästen - darunter viele Weggefährten und ehemalige Mitarbeiter - eine feierliche Matinee in der alten Druckerei von Hubert Burda Media in Offenburg statt.


Freitag, 11. November 2005

Abschied von einer Legende - eine weltliche Liturgie

Die Straße ist mit roten Rosen übersät, als der Wagen mit dem Sarg von Aenne Burda vor dem Burda Moden-Verlagsgebäude zum Stehen kommt. Hunderte Mitarbeiter stehen am Straßenrand, um ihrer früheren Chefin die letzte Ehre zu erweisen. Sie alle haben Rosen in der Hand, einige Tränen in den Augen. Im Hintergrund spielt die Burda-Betriebskappelle zum Abschied „Die Himmel rühmen“ und „Ännchen von Tharau“ – das Lieblingslied der Verlegerin.

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Iconic Turn - Gedenken an Aenne Burda

"Das Großartige war, dass die Belegschaft eine eigenständige Form des Rituals und der weltlichen Liturgie als Form des Abschieds gefunden hat: das Spielen der Betriebskapelle, das Umringen des Sarkophags, das Vorbeiziehen des Trauerzugs am Medienpark", kommentiert der Ästhetikprofessor und langjährige Freund von Hubert Burda, Bazon Brock. "Aenne Burda hat in der Kulturgeschichte eine große Rolle gespielt. Mit ihren Schnittmustern erschuf Aenne Burda das Urmodell der Blaupause und überführte diese in die demokratische Mode. Das Prinzip der Blaupause war zum ersten Mal für alle zugänglich."

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Mit Ehrenspalier und tausenden von roten Rosen säumten die Kollegen Aenne Burdas letzten Weg über das Verlagsgelände

"Aenne Burda hat sich um unser Land und seine Menschen in hohem Maße verdient gemacht," würdigte Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger die Grande Dame der Modewelt. Er erinnerte in seiner Trauerrede an ihre unternehmerische Tatkraft und Schaffensfreude: „Aenne Burda wird für immer als eine der großen Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegszeit gelten können.“

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Abschied von Vorbild und Mutter: Dr. Maria Furtwängler und Dr. Hubert Burda

Hans-Dietrich Genscher erinnerte in seiner Rede noch einmal an die großen Erfolge der engagierten Verlegerin: Mit „Burda Moden“ erschien 1987 die erste westliche Zeitschrift in russischer Sprache. „Aenne Burda zog damit auf ihre Weise und mit ihren Möglichkeiten den Eisernen Vorhang ein Stück zur Seite", so der ehemalige Außenminister. Seine damalige Würdigung sei keine Schmeichelei, sondern großer Respekt und tiefe Dankbarkeit gewesen: „Sie hinterlässt Spuren, sie hat Bleibendes geschaffen. Sie war wirklich eine außergewöhnliche Frau.“

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Hans-Dietrich Genscher bei seiner Trauerrede

Modezar Karl Lagerfeld fomulierte folgende Worte stellvertretend für mehrere tausend Menschen: “Wir haben eine große Frau und eine gute Freundin verloren“.

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In der Mode verbunden: Karl Lagerfeld

Eine Woche nach ihrem Tod wurde Aenne Burda am Donnerstag den 10. November in ihrer Heimatstadt beigesetzt. Vorher nahm Offenburg mit einer bewegenden Trauerfeier von einer großen Verlegerin Abschied. Zu dem Gottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche kamen über 200 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien, darunter Wolfgang Schäuble, Friede Springer, Matthias Döpfner, Bernd Kundrun, John Jahr, Frank Elstner und Arthur Cohn.

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Mittwoch, 09. November 2005

Augenblicke der Erinnerung an Aenne Burda

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Familie Burda in Offenburg

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Aenne Burda mit Sohn Hubert Burda, 1966

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Aenne Burda mit Andy Warhol (l) und Dr. Burda (m)

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Aenne Burda mit Dr. Hubert Burda, Bambi-Verleihung 1983

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Aenne Burda mit Dr. Hubert Burda bei einem Interview in Moskau

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Aenne Burda mit Dr. Hubert Burda, Vertragsabschluss "Isvestija" in Moskau

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Dr. Hubert Burda mit Aenne Burda in Moskau, 1988

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Aenne Burda und Dr. Hubert Burda

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Verleihung des Valentin-Ordens an Aenne Burda, 1990

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Dr. Hubert Burda mit Mutter Aenne Burda und Ehefrau Maria Furtwängler

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Dr. Hubert Burda und Aenne Burda, 1999

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Dr. Hubert Burda mit seiner Mutter Aenne Burda in Offenburg

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Anläßlich des 95. Geburtstags von Aenne Burda


Mittwoch, 09. November 2005

Die Frau, die ein Jahrhundert prägte

Die Großverlegerin und Modevisionärin Aenne Burda starb mit 96 Jahren. Sie war Vorbild und Vorkämpferin für Millionen Frauen. Der vollständige Nachruf in BUNTE 46/2005 als .pdf: Download file

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Triumph in Moskau: Aenne Burda nach der Burda-Modegala 1987


Mittwoch, 09. November 2005

Prominente Anteilnahme

„Mit Aenne Burda ist eine Frau gestorben, die Millionen von Menschen geholfen hat, Schönheit in ihr Leben zu bringen. Mit Kreativität und Geschäftssinn hat sie vielen den Traum vom preiswerten Modeglück erfüllt und so dazu beigetragen, dass in den kargen Aufbaujahrzehnten der Bundesrepublik neues Selbstwertgefühl wachsen konnte“, schreibt Bundespräsident Horst Köhler in seinem Kondolenzschreiben.

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Bundespräsident Horst Köhler


Donnerstag, 03. November 2005

Trauer um Aenne Burda

In den Morgenstunden des 3. Novembers verstarb Aenne Burda im Kreise ihrer Familie in Offenburg. Sie war im 97. Lebensjahr.

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Aenne Burda

Sie hatte 1949 mit dem Aufbau ihres Verlages Burda Moden begonnen, den sie zum weltweit größten Modenverlag ausbaute. Als Anna Lemminger wurde sie am 28. Juli 1909 in Offenburg geboren und heiratete 1931 den Drucker und Verleger Dr. Franz Burda. Das Ehepaar hat drei Söhne, Franz (1932), Frieder (1936) und Hubert (1940).